Lughnasadh, Lugnasadh oder Lughnassadh

Das Jahreskreisfest Lughnasadh (Lammas, Schnitterfest oder die Hochzeit des Lichtes) feiert den Start der Haupternte. 

Lugnasadh © ECHTES.rocks! 

Jetzt wird Lughnassadh gefeiert

Das Mondfest wird entweder vom 31.07. auf den 01.08., vom 01.08. auf den 02.08. oder am 8. Vollmond nach Jul (Wintersonnenwende) gefeiert.

Was bedeuten Lammas, Lughnassadh und Schnitterfest?

Heute und bis zum 08.08.2023 ist Lughnasadh (»Erntedank«) bzw. Lammas (Fest des Brotlaibs), eines der Jahreskreisfeste. Damit wird die Haupterntesaison eingeleitet. Die Haupterntesaison endet mit dem Mabon-Fest, der Tag- und Nachtgleiche im Herbst, die Ernte mit Samhain.

Lughnasadh bedeutet Zusammenkunft mit Lugh, dem keltischen Sonnen- und Erntegott. »Lammas« bedeutet im alt-angelsächsischen Raum »loaf-mass«. Dies ist die die Messe des Brotlaibes. Das Lammas-Fest wird auch »Fest der ersten Früchte« genannt und entspricht der Lughnasadh Bedeutung »Erntedank«. Lammas bietet die Gelegenheit, Dankbarkeit nicht nur für den Überfluss an Nahrung auf den Tellern zu bezeugen, sondern auch für ein erfülltes Leben. Das Lammas-Fest ist auch der Zeitpunkt für Veränderung, Wiedergeburt und Neuanfang.

Räuchern zu Lughnassadh

Zu diesem Fest räuchert man mit Sandelholz und Minze. Zu den traditionellen Festkräutern gehören jede Art von Getreide und Saaten. Mit Blick auf Saatgut sind hier vor allem die Samen der Sonnenblume und Ringelblume zu nennen. Während Ringelblumensamen zum Fest gerne als Saatgut fürs nächste Jahr eingesammelt werden, sind Sonnenblumenkerne eine sehr beliebte Zutat für das Lammas-Brot.*

Die wichtigsten Räucherpflanzen sind

  • Gerste
  • Hafer
  • Heidekraut
  • Mädesüß
  • Minze
  • Ringelblume
  • Roggen
  • Sandelholz
  • Sonnenblume
  • Weizen

Möchtest du mit Kräutern räuchern, dann eigenen sich dazu

  • Beifuß
  • Eisenkraut
  • Johanniskraut
  • Kamille
  • Schafgarbe
  • Thymian

Lammas-Brot

250 ml lauwarmes Wasser
250 g Weizenmehl
200 g Roggenmehl
150 g Sonnenblumenkerne
3 EL Sonnenblumenöl
2 TL Trockenhefe
1 TL Salz
1 TL Zucker

Die trockenen Zutaten in einer großen Rührschüssel zusammen mischen. Anschließend gebt ihr Öl und Wasser hinzu und verknetet das ganze zu einem glatten Teig. Danach etwa die Hälfte der Sonnenblumenkerne unter arbeiten. Jetzt den Brotteig für ca. 60 Minuten zugedeckt aufgehen lasst.

Nach der Gehzeit den Teig für das Sonnenblumenkernbrot noch einmal kräftig auf einer mit Mehl bestäubten Arbeitsfläche durchgeknetet. Im Anschluss formt ihr den Teig zu einem Brotlaib. Ihr könnt diesen nun in den restlichen Sonnenblumenkernen wälzen, oder aber, passend zum Fest, mit den Kernen kleine Ähren auf das Lammas-Brot zaubern.
Nun sollte der Teig noch einmal 60 Minuten ruhen, bevor er im vorgeheizten Backofen bei 180 °C Umluft für 30-45 Minuten ausbacken wird.*

Das 40-Tage-Rästel

Betrachtet man den keltischen Jahreskreis, so spielen 40 Tage eine besondere Rolle:

  • 40 Tage nach Yul (Wintersonnenwende)
    am 02.02. ist Maria Lichtmess (Imbolc)
  • 40 Tage nach Aschermittwoch ( Fastenzeit ) ist Karfreitag (Ostern) bzw. Ostara, die Tag- und Nachtgleich im Frühjahr. Dabei ist aufgrund der christlichen Rechnung Ostara nicht immer zeitgleich zum Osterfest
  • 40 Tage nach Ostern ist Pfingsten (Christi Himmelfahrt)
  • 40 Tage nach dem Äquinoktium/ Ostara ist Walpurgis am 30.04. (Beltane)
  • 40 Tage nach dem Beltane ist Litha (Sommersonnenwende)
  • am 01. August bzw. dem 8. Vollmond nach Jul ist Erntedank oder Lughnasadh
  • [alte Bauernregel: Wie’s Wetter am Johanni war, so bleibt’s wohl 40 Tage gar ]
  • 40 Tage nach dem Äquinoktium/ Mabon ist Halloween, Samhain, Reformationstag
  • 40 Tage nach Samhain ist Yul.

Weil es 40 Tage dauert bis das Göttliche oder der Geist sich auf Erden manifestiert.*

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